Film

„Dir sid nët vergiess!“

Das Konzentrationslager Hinzert

Julian Weinert

Hinzert, ein Dorf inmitten des Hunsrück, 20 Kilometer südöstlich der Stadt Trier gelegen. Abseits der Ortschaft befand sich während der Nazi-Diktatur ein Konzentrationslager, in dem es auch zu Massenexekutionen kam.

Der Dokumentarfilm „Dir sid nët vergiess!“ begleitet eine luxemburgische Schülergruppe während einer Besichtigung der heutigen Gedenkstätte. Wie begegnen die Jugendlichen den Gräuel der Vergangenheit? Welche Lehren ziehen sie aus der Geschichte? In die Begleitung werden Interviews mit Historikern und Zeitzeugen, darunter einer der letzten Überlebenden des KZ Hinzert, eingebettet. Dabei wird deutlich, dass es sich zwar um ein vergleichsweise kleines Lager handelte, welches jedoch über einige Besonderheiten verfügte, die es innerhalb des deutschen Lagersystems einzigartig machten.

Angesichts des weltweiten Erstarkens antidemokratischer und rechtspopulistischer Kräfte ist die Gedenkarbeit samt der Aufklärung über Faschismus und Rassismus heute wichtiger denn je. Der Film ist ein Plädoyer für das Erinnern und die politische Bildung. Dabei war es mir eine große Ehre, einen der letzten Überlebenden des KZ Hinzert, der zuvor noch nie interviewt worden war, im Rahmen des Projektes treffen zu dürfen. In naher Zukunft wird es leider keine Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mehr geben, die uns ihre Geschichten unmittelbar schildern können. Umso wichtiger werden dadurch die Arbeit von Gedenkstätten und auch die filmischen Zeugnisse.

Kurzbiographie des Regisseurs

Julian Weinert wurde am 6.3.1989 in Neunkirchen (Saar) geboren. Im Jahr 2014 erlangte er einen Bachelor of Arts in Medienwissenschaft und Germanistik an der Universität Trier. Hier realisierte er bereits erste Kurzfilm- und Medienprojekte. Im Anschluss absolvierte er ein Master-Studium der „Zeitbasierten Medien“ mit dem Schwerpunkt Filmregie an der Hochschule Mainz.

Eine Produktion des Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert e.V. in Kooperation mit dem Institut für Mediengestaltung und dem Studiengang Zeitbasierte Medien an der Hochschule Mainz, gefördert durch die LOTTO Rheinland-Pfalz Stiftung und die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.

Eine DVD-Edition des Films ist im Verlag des Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert e.V. erschienen und kann gegen Spende bezogen werden. Darüber hinaus besteht auf Anfrage die Möglichkeit, den Film im Rahmen von Diskussions- bzw. Abendveranstaltungen im Beisein der Produzenten zu präsentieren.

Hier geht es zum Beitrag und Interview zu „Dir sid nët vergiess!“ in der Landesschau des SWR vom 27.01.2020: https://www.swrfernsehen.de/landesschau-rp/couchgespraeche/av-o1194358-100.html

Buch & Regie: Julian Weinert

Producer: Julian Weinert & Georg Mertes

Montage: Samir Meslem & Daniel Alznauer

Farbkorrektur: Björn Brunke

Kamera & Licht: Jan Philip Baldus, Benjamin Böhm, Moriz Schroeter, Jerija Bengi, Samir Meslem, Phillip Pecherski & Stefan Wagner

Sprecher: Nick Benjamin, Melanie Noesen, Thomas Mill & Ralf Schröter

Ton: Philipp Grzemba, Denise Bischof & Tobias Koroll

Musik: Michael Hack

Tonmischung & Sound Design: Philipp Grzemba

Drone Camera Operator: Jan Philip Baldus

Gimbal Operator: Jan Philip Baldus & Jerija Bengi

Standfotografie: Moriz Schroeter & Phillip Pecherski

Animation: Felix Schuch

Produktionsassistenz: Ricarda Ahmetovic

Regieassistenz & Maske: Jana Marie Jarzembowski

Kommunikationsdesign: Jennifer Stark

Historische Beratung: Georg Mertes & Alice Fuß

Projektbetreuung: Prof. Egon Bunne