Ausstellung

Bilder aus dem Garten Monserrate

Sintra, Portugal

Prof. Hartmut Jahn

Eröffnung: Mittwoch, den 15. November 2017 | 13.00 Uhr

in Anwesenheit des Präsidenten der Hochschule Mainz, Prof. Dr.-Ing. Gerhard Muth

Ausstellungsdauer: 15. November 2017 – 25. Januar 2018 / Mo-Fr 9-18 Uhr

Finissage: Donnerstag, den 25. Januar 2018 | 13.00 Uhr

Hochschule Mainz / Campus-Magistrale / Lucy-Hillebrand-Straße 2 / 55128 Mainz

Großformatige Panoramaaufnahmen (100 x 506 cm) in 180°-Prospekten aus dem Garten von Monserrate in Portugal loten die Immersivität des fotografischen Standbildes aus.

Der Garten von Monserrate

Nördlich von Lissabon erhebt sich die Serra de Sintra und ermöglicht ein besonderes Mikroklima. Der bis zu 529 Meter emporragende Höhenzug – die Römer nannten ihn „Berg des Mondes“ – erstreckt sich bis zum Atlantik und hat seinen Ausläufer am Cabo da Roca, dem westlichsten Punkt Europas. Wegen der Höhe und des Klimas wurden Pena und Sintra die Sommerresidenz der Könige. Monserrate war ursprünglich der Name einer kleinen Kapelle, die um 1540 bei Sintra erbaut wurde in Anlehnung an das Benediktinerkloster Monserrate in Katalonien. Dort hatte der Bauherr die schwarze Madonna gesehen, deren Oberfläche von Zeit und Wetter fast schwarz gegerbt war.
 


William Beckford, zu seiner Zeit einer der reichsten Männer Englands, wurde nach Gerard de Visme der neue Gestalter des Anwesens. 1794 entwarf er auf den freien Flächen die Gärten von Monserrate mit romatischem „touch“. Beckford verließ 1799 nach fünf Jahren Portugal – und Monserrate wurde dem Verfall überlassen.
 Lord Byron besuchte 1809 Park und Palast und beschrieb ihn als „einen der schönsten Orte, den ich bis heute erblickt habe – ein zweiter Garten Eden.“ 1856 erlangte Monserrate neues Leben, als der englische Textil-Millionär Francis Cook ihn der Familie Mello e Castro abkaufte. Zur viktorianischen Zeit zählten diese Gärten zu den schönsten und exotischsten der Erde. Zu dieser Zeit wurde auch der Jungfrau von Monserrate zu Ehren eine neue Ruinen-Kapelle im Park errichtet, die an eine Ritterfestung erinnert.

Im Mittelpunkt dieses Gartens in einem geschützten warmen Tal, liegt der tropische Garten mit Palmen, Pandanus (Schraubenpalme) und Palmfarnen. Der Pohutukawa (Metrosideros excelsus),  der neuseeländische Weihnachtsbaum am Kopf des Palastes  bildet Luftwurzeln, um damit seine Baumkronen zu stützen. Wenn die Luftwurzeln den Boden erreicht haben, bilden sie sich zu weiteren Ästen aus, daher sind die Stämme dieser Bäume so stark verzweigt.

Das romantische, von Sir Francis Cook geschaffene Monserrate, war als großes „Gewächshaus im Freien“ konzipiert. Das Ausmaß der Pflanzensammlungen konnte es ohne Weiteres mit den Palmen, Farnbäumen und Palmfarnen in den Kristallpalästen der botanischen Gärten von London, Frankfurt und Paris aufnehmen.
 Bis vor zwanzig Jahren waren Palast und Garten verfallen, bevor mit den Restaurationen begonnen wurde. Monserrate ist ein Teil der Kulturlandschaft Sintra, die heute als UNESCO Welterbe gelistet ist.

Ausstellungsdesign
Dipl. Des. Manfred Liedtke, Uwe Zentgraf

Hartmut Jahn  –  Fotografie
Film- und Medienkünstler, lebt in Mainz und Berlin. Seine Arbeiten wurden ausgezeichnet u. a. mit dem Intl. Deutschen Videokunst-Preis des ZKM Karlsruhe und mit dem Golden Gate Award des San Francisco Film Festival. Sein Panorama-Zyklus „Die Neuen Besitzer der Berliner Mauer“ bildete die Ausstellung des Auswärtigen Amtes in Berlin zum 20jährigen Mauerfall. Hartmut Jahn ist Professor für Film- und Mediengestaltung an der Hochschule Mainz. Hier waren auch seine bisherigen großformatigen Ausstellungen zur Landschaftsfotografie zu sehen (2015-17):                                                                            

  • 2015 „NINFA – der schönste Ruinengarten“                                                                                                        
  • 2015 „BLICKACHSEN – P. J. Lenné im Rheinland“                                                                                                   
  • 2016 „An der Grenze des Gartens – Franz v. Anhalt-Dessau“                                                                           
  • 2016 „Über den Garten hinaus – Hermann von Pückler-Muskau“                                                                  
  • 2017 „LUST : LANDSCHAFT“